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Stavros Stavrides

Griechenland

Stavros Stavrides ist Architekt und Aktivist sowie Professor an der Architekturschule der Nationalen Technischen Universität Athen, wo er u.a. Kurse zum (sozialen) Wohnungsbau oder zur Bedeutung des großstädtischen Lebens unterrichtet. Er hat zahlreiche Artikel zur Raumtheorie veröffentlicht. Seine Publikationen umfassen: The Symbolic Relation to Space (1990), Advertising and the Meaning of Space (1996), The Texture of Things (mit E. Cotsou, 1996), From the City-Screen to the City-Stage (2002, National Book Award), Suspended Spaces of Alterity (2010), Towards the City of Thresholds (Englisch, 2010, Spanisch and Türkisch 2016) and Common Space (Englisch, 2016). Zur Zeit beschäftigt er sich in seiner Forschung vor allem mit emanzipatorischen Raumpraktiken und Räumen des Commoning.

Sein Vortrag “Urban Commoning als Motor in sozio-urbanen Transformationsprozessen” findet am Samstag den 09. September um 13:00 Uhr im Festival Center auf dem Ebertplatz statt. Anschließend geht es um 14:00 Uhr dann mit dem Workshop “Stadtgestaltung von unten & Bürgerbeteiligungsverfahren   –Strukturen und Organisation von Commoning” weiter.

 

Forschung: Partizipatorische Architektur- and Stadtplanung, Urban Commons, Sozialer Wohnungsbau, Graffiti und Street Art, Städtische Konflikte

Auswahl Publikationen:
Stavrides in conversation with Mara Verlic, (2016) Crisis and Commoning: Periods of Despair, Periods of Hope, in Spaces of Commoning Academy of Fine Arts Vienna Vol. 18.

Stavrides, (2014) “On Urban Commoning,” in Fr. Ferguson, ed., Make-Shift City: Renegotiating the Urban Commons, Berlin: Jovis Verlag, , p. 83-5.

Stavrides, (2015) “Emerging Common Spaces as a Challenge to the City of Crisis,” City 18.4-5: 546-50

 

Vortrag: “Urban Commoning als Motor in sozio-urbanen Transformationsprozessen” (09. September)

Das Einrichten von Commons im städtischen Leben stellt einen Prozess kollektiven Erfindungsreichtums dar. Regeln des Teiles werden in der Praxis getestet und gemeinsame Erfahrungen werden ausgewertet, um neue Gewohnheiten zu etablieren und aufrecht zu erhalten. Konkrete Erfahrungen des Teilens nehmen in der Stadt Form an und Möglichkeiten der Kooperationen und des Austauschs entwickeln sich. Es ist dabei wichtig, das Teilen und die Produktion des Commons als ein sich stetig ausdehnendes Gebiet menschlichen Handelns zu betrachten, das zugleich die Art, die Mittel und den Umfang des Teilens vorgibt. Diese Kreativität ist möglich, weil „das Städtische in einer zerstreuten und entfremdeten Aktualität verharrt, sozusagen als Kern und Virtualität“ (Lefebvre 1996). Für Lefebvre stellt die Stadt ebenso wie die städtische Gesellschaft, die sie bewohnt, ein „virtuelles Objekt“ dar, eine Bedingung menschlicher Koexistenz, die voller Möglichkeiten steckt. Die Durchlässigkeit von Grenzen erscheint als eine zentrale Eigenschaft des entstehenden gemeinsamen (Common-)Raumes. Im Unterschied zu begrenzten Räumen schafft das Raum-Commoning offene Beteiligungsräume sowie Regeln der gemeinsamen Nutzung, die dem „Recht auf Stadt“ eine konkrete Form geben. Während die beherrschende städtische Ordnung auf der Existenz urbaner Enklaven sowie der Eingrenzung und der Kontrolle urbaner Räume beruht, basiert Raum-Commoning auf einem schwellenhaften Raumverständnis: Räume dienen dann als Medien und werden zu Aushandlungsfeldern (Stavrides 2016).

 

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Stavros Stavrides

Griechenland

Stavros Stavrides ist Architekt und Aktivist sowie Professor an der Architekturschule der Nationalen Technischen Universität Athen, wo er u.a. Kurse zum (sozialen) Wohnungsbau oder zur Bedeutung des großstädtischen Lebens unterrichtet. Er hat zahlreiche Artikel zur Raumtheorie veröffentlicht. Seine Publikationen umfassen: The Symbolic Relation to Space (1990), Advertising and the Meaning of Space (1996), The Texture of Things (mit E. Cotsou, 1996), From the City-Screen to the City-Stage (2002, National Book Award), Suspended Spaces of Alterity (2010), Towards the City of Thresholds (Englisch, 2010, Spanisch and Türkisch 2016) and Common Space (Englisch, 2016). Zur Zeit beschäftigt er sich in seiner Forschung vor allem mit emanzipatorischen Raumpraktiken und Räumen des Commoning.

Sein Vortrag “Urban Commoning als Motor in sozio-urbanen Transformationsprozessen” findet am Samstag den 09. September um 13:00 Uhr im Festival Center auf dem Ebertplatz statt. Anschließend geht es um 14:00 Uhr dann mit dem Workshop “Stadtgestaltung von unten & Bürgerbeteiligungsverfahren   –Strukturen und Organisation von Commoning” weiter.

 

Forschung: Partizipatorische Architektur- and Stadtplanung, Urban Commons, Sozialer Wohnungsbau, Graffiti und Street Art, Städtische Konflikte

Auswahl Publikationen:
Stavrides in conversation with Mara Verlic, (2016) Crisis and Commoning: Periods of Despair, Periods of Hope, in Spaces of Commoning Academy of Fine Arts Vienna Vol. 18.

Stavrides, (2014) “On Urban Commoning,” in Fr. Ferguson, ed., Make-Shift City: Renegotiating the Urban Commons, Berlin: Jovis Verlag, , p. 83-5.

Stavrides, (2015) “Emerging Common Spaces as a Challenge to the City of Crisis,” City 18.4-5: 546-50

 

Vortrag: “Urban Commoning als Motor in sozio-urbanen Transformationsprozessen” (09. September)

Das Einrichten von Commons im städtischen Leben stellt einen Prozess kollektiven Erfindungsreichtums dar. Regeln des Teiles werden in der Praxis getestet und gemeinsame Erfahrungen werden ausgewertet, um neue Gewohnheiten zu etablieren und aufrecht zu erhalten. Konkrete Erfahrungen des Teilens nehmen in der Stadt Form an und Möglichkeiten der Kooperationen und des Austauschs entwickeln sich. Es ist dabei wichtig, das Teilen und die Produktion des Commons als ein sich stetig ausdehnendes Gebiet menschlichen Handelns zu betrachten, das zugleich die Art, die Mittel und den Umfang des Teilens vorgibt. Diese Kreativität ist möglich, weil „das Städtische in einer zerstreuten und entfremdeten Aktualität verharrt, sozusagen als Kern und Virtualität“ (Lefebvre 1996). Für Lefebvre stellt die Stadt ebenso wie die städtische Gesellschaft, die sie bewohnt, ein „virtuelles Objekt“ dar, eine Bedingung menschlicher Koexistenz, die voller Möglichkeiten steckt. Die Durchlässigkeit von Grenzen erscheint als eine zentrale Eigenschaft des entstehenden gemeinsamen (Common-)Raumes. Im Unterschied zu begrenzten Räumen schafft das Raum-Commoning offene Beteiligungsräume sowie Regeln der gemeinsamen Nutzung, die dem „Recht auf Stadt“ eine konkrete Form geben. Während die beherrschende städtische Ordnung auf der Existenz urbaner Enklaven sowie der Eingrenzung und der Kontrolle urbaner Räume beruht, basiert Raum-Commoning auf einem schwellenhaften Raumverständnis: Räume dienen dann als Medien und werden zu Aushandlungsfeldern (Stavrides 2016).

 

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artrmx e.V.  | CityLeaks Urban Art Festival

Hospeltstraße 69
50825 Köln, GER
+49 (0)221 29 49 69 59
info@cityleaks-festival.com

© 2016 ALL RIGHTS RESERVED, artrmx e.V.

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CityLeaks Programm 2017

Hier gibt es viele spannende Workshops und Kunstprojekte zu entdecken. Mitmachen erwünscht. Informationen zu den Deadlines unter OPEN CALLS.

Das Festival startet am 01. September mit einer Eröffnungsfeier auf dem Ebertplatz. Am Samstag den 02. September geht es dann mit dem Grand Opening mit Livemusik, Aftershowparty und vielen Ausstellungseröffnungen der kooperierenden Galerien weiter.

Ausstellungen, Workshops, Podien, Vorträge und Stadtspaziergänge, Performances, Urban Hacking, Murals, Installationen, u.v.m.

Der Infopoint des Festivals auf dem Ebertplatz ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

  • Informationen zum Programm und Festival
  • BesucherInnenumfrage zum Festival
  • Anmeldungen für den Speaker’s Corner (täglich von 17:50 bis 18 Uhr) hier

Viel Spaß!

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CityLeaks Akademie 2017

Unter dem Titel „Sharing Cities“ eröffnet die vierte Ausgabe des CityLeaks Urban Art Festivals. Die globale und explosionsartige Urbanisierung führt zunehmend zu einer Ausbeutung und ungerechten Verteilung von Ressourcen und Verschmutzung der Umwelt. Kommerzialisierung und soziale Fragmentation bestimmen bis heute einen großen Teil unserer Städte. Der Ruf nach einer nachhaltigen Stadtentwicklung und einer Gesellschaft, die auf Commons (Gemeingütern) aufbaut, ist groß, und das Teilen von Ressourcen, Gütern, Wissen, Erfahrungen, etc. wird immer notwendiger.

Gemeinsam erforschen KünstlerInnen, Laien, und ExpertInnen in der transdisziplinären CityLeaks Akademie die Möglichkeiten einer lebendigen, nachhaltigen, und kreativen Stadt. Die -auch- kritische Auseinandersetzung mit Konsum, Raum und Digitalität steht im Fokus der Akademie. Unterstützt werden wir von KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und ExpertInnen, die sich zusammen mit dem Publikum den Herausforderungen einer “Sharing City” stellen. Sie erörtern mit uns Fragen zu urbanen Transformationen und wie BürgerInnen daran teilhaben könnten, forschen zu solidarischer Ökonomie, Konsum, Bedürfnissen, Beschleunigung und Digitalität. Und sie laden uns ein, in unterschiedlichen Workshops ein wenig tiefer einzutauchen und mitzumachen. Die Inhalte der Akademie werden im Prozessraum auf dem Ebertplatz dokumentiert. Zudem können alle Vorträge per Livestream auf unserer Website mitverfolgt werden.

Die CityLeaks Akademie ist mitten im Stadtgeschehen verortet. Für 2017 ist ihr Ort das Festival Center auf dem Ebertplatz. Hier findet ein großes Angebot an Workshops, Podien, Vorträgen und Stadtspaziergängen uvm. statt.

Hier geht es weiter mit Informationen zu den TeilnehmerInnen sowie zum Programm!

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Journal "Sharing Cities"

In unserem Journal findet ihr allerlei Hintergrundgeschichten, Interviews und Eindrücke vom Festival. Im Laufe der Festivalzeit wird das Journal stetig wachsen und euch informieren.

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CITYLEAKS URBAN ART FESTIVAL

Der Infopoint des Festivals auf dem Ebertplatz ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Vom 01. bis 24. September 2017 findet die vierte Ausgabe des internationalen CityLeaks Urban Art Festival statt. 2017 interveniert das Festival unter dem Titel “Sharing Cities” in der Kölner Altstadt-Nord. Die Verbindung von Kunst und Stadt als Motor, Utopien, Ideen und Konzepte von Urbanität zu denken, ist ein zentraler Aspekt von CityLeaks.

Die Schirmherrin des Festivals ist Gabriele Hammelrath (SPD, MdL)

CityLeaks ist ein biennales Festival für zeitgenössische urbane Kunst und Kultur und das seit 2011. Der öffentliche Stadtraum ist unser Aktionsort und die Kunst das Medium. CityLeaks begibt sich im September auf eine dreiwöchige urbane Expedition. Unterstützt werden wir von vielen Akteuren, aber vor allem von den KünstlerInnen. Sie geben Impulse und erobern den öffentlichen Raum in Köln: Hausfassaden verwandeln sich in großformatige Gemälde, Performances durchmischen das alltägliche Stadtgeschehen, Lichtinstallationen und Videoprojektionen machen die Architektur zu Stars der Nacht und konzeptionelle Kunstprojekte dringen in urbane Systeme ein. Insgesamt besuchten bisher weit über 100 internationale KünstlerInnen auf Einladung von CityLeaks Köln. Genres wie Performance, Urban Hacking, Installation, Mural-Malerei oder Neue Medien zeigen ein große Bandbreite zeitgenössischer urbaner Kunst. CityLeaks erschließt vernachlässigte Orte, bespielt außergewöhnliche Architektur und strebt nach partizipativem Kunsterleben. Ausstellungen, Touren, Gesprächsrunden, Workshops und Musik erweitern das Programm. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit lokalen, regionalen und (inter) -nationalen Netzwerken aus Kultur, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, der Dialog mit BürgerInnen, Nachbarschaften und Publikum sowie die Förderung von Teilhabe an kreativen Diskursen zum Thema Stadt zeichnen den Charakter des Festivals aus.

CITYLEAKS FESTIVAL CENTER - EIN PLATZ FÜR ALLE

Als Sitz des Festival Centers wird CityLeaks im September einen Ort bespielen, der für das städtische Gemeinwesen sowie den Kölner Enthusiasmus für städtebauliche Großprojekte symbolträchtiger kaum sein könnte: Der Ebertplatz in der nördlichen Kölner Innenstadt.

Das Berliner Künstler- und Architektenkollektiv ON/OFF baut im gemeinschaftlichen Prozess mit allen Interessierten ein organisches und wandlungsfähiges Festival Center zu gestalten, das den Platz durch Tribünen in eine Arena verwandelt. Den BesucherInnen bietet es Möglichkeiten zum Verweilen, Arbeiten und Austausch sowie eine temporäre Bühne an. Im Festival Center am Ebertplatz entsteht ein Ort zum gemeinsamen Denken, Handeln und Verweilen. Das Festival Center bietet vom 1. bis zum 24. September 2017 Freiräume für künstlerische, soziale, nachhaltige und subversive Interventionen und gewährt Einblick in den wissenschaftlichen Diskurs zum Themenbereich Urban Commons. Denn was macht eine Stadt lebenswert? Wie viel möchte ich mitgestalten? Wie viel Ich ist Stadt? – das sind Fragestellung, zu denen die eingeladene KünstlerInnen und TeilnehmerInnen der CityLeaks Akademie gemeinsam mit BürgerInnen gebeten werden, Stellung zu beziehen.

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CITYLEAKS FESTIVAL CENTER - EIN PLATZ FÜR ALLE

Als Sitz des Festival Centers wird CityLeaks im September einen Ort bespielen, der für das städtische Gemeinwesen sowie den Kölner Enthusiasmus für städtebauliche Großprojekte symbolträchtiger kaum sein könnte: Der Ebertplatz in der nördlichen Kölner Innenstadt.

Das Berliner Künstler- und Architektenkollektiv ON/OFF baut im gemeinschaftlichen Prozess mit allen Interessierten ein organisches und wandlungsfähiges Festival Center zu gestalten, das den Platz durch Tribünen in eine Arena verwandelt. Den BesucherInnen bietet es Möglichkeiten zum Verweilen, Arbeiten und Austausch sowie eine temporäre Bühne an. Im Festival Center am Ebertplatz entsteht ein Ort zum gemeinsamen Denken, Handeln und Verweilen. Das Festival Center bietet vom 1. bis zum 24. September 2017 Freiräume für künstlerische, soziale, nachhaltige und subversive Interventionen und gewährt Einblick in den wissenschaftlichen Diskurs zum Themenbereich Urban Commons. Denn was macht eine Stadt lebenswert? Wie viel möchte ich mitgestalten? Wie viel Ich ist Stadt? – das sind Fragestellung, zu denen die eingeladene KünstlerInnen und TeilnehmerInnen der CityLeaks Akademie gemeinsam mit BürgerInnen gebeten werden, Stellung zu beziehen.

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